Nun auch Moderna Impfstoff -erste Termine ab 14.10.21

Ab dem 14.10.2021 steht in unserer Praxis nun auch der mRNA-Impfstoff Spikevax von Moderna zur Verfügung. Neuen Studien zufolge scheint er derzeit am wirksamsten gegen die nun vorherschende Delta-Variante zu sein, mit leichtem Vorsprung vor dem anderen mRNA-Impfstoff, comirnaty von Biontech/Pfizer.

Der vermutliche Grund:Die Menge mRNA im Moderna-Impfstoff ist etwa 3mal höher als im Biontech-Impfstoff, daher besteht auch ein höheres Risiko für allgemeine Impfreaktionen sowie für die seltene Herzmuskel/Herzbeutelentzündung, die nach mRNA-Impfstoffen als Reaktion auf das Spikeprotein v.a. bei jungen weißen Männern vorkommt, etwa 1-2 pro 100.000 Impfungen. Quelle:Myocarditis and Pericarditis After Vaccination for COVID-19

Meiner Meinung nach ist er daher besonders für die Auffrischimpfungen bei Immunsupprimierten und Patienten über 80Jahren interessant, weil hier allgemein dass Immunsystem träger reagiert, also weniger Impfreaktionen wie Antikörperbildung erfolgt.

Weitere Infos zu Auffrischimpfungen hier!

STIKO Empfehlung für Auffrischimpfungen

Die Ständige Impfkomssion STIKO hat nun die Auffrischimpfung für Corona-Impfstoffe für Immunsupprimierte empfohlen. Es soll 6 Monate nach abgeschlossener Immunisierung eine zusätzliche mRNA-Impfung angeboten werden.

Für andere Bevölkerungsgruppen gibt es weiterhin noch keine Empfehlung zur Auffrischung. Hierzu wurde eine Entscheidung in den kommenden Wochen angekündigt.

Dem gegenüber steht der Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz, eine Auffrischung auch anzubieten:

  • Bewohnern und Personal von Pflegeheimen und anderen Betreuungseinrichtungen für vulnerable Gruppen sowie
  • über 60jährigen und für
  • Personen, die noch keinen mRNA Impfstoff in der Grundimmunisierung erhalten hatten

Wir bitten unsere Patienten, die nicht unter die genannten Gruppen fallen, die Medien und diese homepage weiter zu verfolgen, ob später auch für Sie eine Empfehlung folgt.

Terminvereinbarungen für Auffrischungen derzeit persönlich, für Erst- und Zweitimpfungen am besten online.

Alle Grippeimpfstoffe eingetroffen, Kein Abstand zu Coronaimpfungen notwendig

Mittlerweile ist nun auch der Hochdosisimpfstoff „Efluelda“, der für alle über 60-jährige empfohlen wird, eingetroffen. Die Impfung kann ohne Termin erfolgen.

Impfungen gegen COVID-19 und beispielsweise Influenza können gleichzeitig erfolgen. Dafür hat sich die Ständige Impfkommission (STIKO) ausgesprochen und einen entsprechenden Entwurf zur Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung in das Stellungnahmeverfahren gegeben. Bis zur endgültigen STIKO-Empfehlung werden erfahrungsgemäß noch circa zwei Wochen vergehen. Der Empfehlungsentwurf der STIKO bezieht sich auf alle Totimpfstoffe, die künftig simultan mit einer COVID-19-Impfung verabreicht werden können. Zwischen der COVID-19-Impfung und der Applikation anderer Totimpfstoffe muss danach kein Mindestabstand mehr eingehalten werden. Die Injektion sollte aber möglichst an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen.

Quelle:KVNO Praxisinformation vom 21.9.2021

Neuer GMK-Beschluss erweitert Angebot für Auffrischimpfungen

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Gesundheit am 2. und 9. August 2021 Beschlüsse gefasst, um einem bestimmten Personenkreis aus präventiven Gesichtspunkten im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge mit Blick auf einen sicheren Herbst und Winter Auffrischimpfungen anzubieten. In Ergänzung zu diesen Beschlüssen fassen die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Gesundheit auf Grundlage vorliegender Studiendaten zur positiven Schutzwirkung einer Auffrischimpfung für bestimmte Personen- und Altersgruppen folgenden Beschluss:

1. Neben Bewohnerinnen und Bewohnern in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen wird den dort tätigen Pflegekräften und weiteren Beschäftigten auf eigenen
Wunsch ebenfalls eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff– angeboten, sofern die vollständige Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

2. Eine Auffrischimpfung kann darüber hinaus sofort in Erwägung gezogen werden bei denjenigen, die beruflich in regelmäßigem Kontakt mit infektiösen Menschen stehen (z. B. medizinisches Personal ambulant und stationär, Personal des Rettungsdienstes, mobile Impfteams), sofern die vollständige Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

3. Eine Auffrischimpfung kann zum jetzigen Zeitpunkt nach individueller Abwägung, ärztlicher Beratung und Entscheidung wahrgenommen werden durch die die Personengruppe der über 60jährigen, bei denen die vollständige Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Der Nutzen einer vorsorglichen Auffrischimpfung für diese Personengruppe, für die ein hohes risiko für schwere Verläufe bei einer COVID-19 Infektion besteht, ist bereits hinreichend belegt.

4. Das Impfquoten-Monitoring (DIM) des Robert Koch-Instituts weist die Auffrischimpfungen gesondert aus. Die technischen Anpassungen wurden vorgenommen. Die Länder werden dafür Sorge tragen, dass die bis dahin in der Verantwortung der Länder bereits verabreichten Auffrischimpfungen an das DIM nachgemeldet werden.

5. Die technische Umsetzung der Abbildung von Auffrischimpfungen im digitalen Impfnachweis befindet sich in der finalen Phase und wird im Laufe dieser Woche nutzbar sein.

6. Das Paul-Ehrlich-Institut erwartet bei der Co-Administration von inaktivierten
Influenza- und COVID-19-mRNA-Impfstoff (Impfungen am gleichen Tag an unterschiedlicher Extremität) keine deutlichen Unterschiede in der Immunogenität. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich auch die Ständige Impfkommission mit der Frage, ob eine Influenza- und die COVID-19-mRNA-Impfung einer Person zeitgleich in einem Termin erfolgen kann. Da die Grippeimpfungen im September starten, ist eine zeitnahe Empfehlung der STIKO hierzu erbeten.“

Quelle: Gesundheitsministerkonferenz